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Blacky's Biogarten

Hühnerauslauf

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Düngung
Hühnerauslauf
Hühnerauslauf
Hühnerunterstand
Hühnerunterstand

Allgemeines

Wer, wie ich seine Hühner so artgerecht wie möglich halten möchte, um echte Bioeier genießen zu können, kommt um einen entsprechend groß dimensionierten Auslauf nicht umhin. Ideal sind ca. 30m² pro Huhn, kann aber auch mehr sein, wenn möglich. Meine 8 Hühner tummeln sich auf ca. 350 m² Fläche, die ich aber im Winter und Frühjahr mit einem mobilen Zaun auf 500 m² ausweiten kann. Zuviel Freilauf (jenseits von 1000m²) ist aber nicht zielführend, da Hühner sich in freiem, ungeschützten Gelände gar nicht so weit vom Stall entfernen.
Daher sind in jedem Auslauf Unterschlupf- oder Versteckmöglichkeiten zu schaffen, sonst bekommen Hühner Stress, weil sie ständig den Himmel im Auge behalten müssen, um ihre gefiederten Feinde rechtzeitig erkennen und flüchten zu können.

Ideal wäre ein Wechselauslauf: Hat man einen recht großen Hühnerauslauf zur Verfügung, so kann man diesen in zwei Teile aufteilen. In einen Teil dürfen sich die Hühner austoben und im anderen Teil kann man sich in Ruhe darum kümmern die Grasnarbe wieder aufzubauen. Zudem können sich die stark beanspruchten Bereiche wieder erholen.

Der Boden im Freilaufgehege

Da die Hühner sehr viel scharren und picken, spielt der richtige Boden eine wichtige Rolle und man kann zur Gestaltung des Bodens unterschiedliche Beläge benutzen. So kann man Rasen/Wiese, Mutterboden und Sand gut miteinander kombinieren.

Durch das Scharren und Kratzen der Hühner, können die Grünflächen entsprechend schnell kaputt gehen. Wenn man Rasen/Wiese für den Auslauf haben möchten, sollten man einen robuste Pflanzensamen einsäen.

Zum Anwachsen der Gräser habe ich mir Gitterrahmen konstruiert, die ich auf die eingesäten Flächen lege, bis die Grasnarbe weitgehend stabil für die Beweidung ist (Hühner fressen sehr viel Grünzeug). In der Nähe des Stalls, wo die Scharrtätigkeit der Hühner am größten ist, habe ich in den Mutterboden Hasenstallgitterbahnen (1mm starkes Zinkgitter, Maschenweite 1cmx1cm) eingelegt, mit Erde bedeckt, Grassamen eingesät und mit den mobilen Gittern abgedeckt. Die so behandelten Flächen bleiben immer grün, da das Gitter im Boden das Ausscharren der Wurzeln verhindert. Ich habe aber bei anderen Hühnerhaltern aber auch Rasensteine und Rasengitter im Einsatz gesehen. Von meiner Methode sieht man aber später gar nichts mehr.

In drei überdachten Bereichen stehen den Hühnern Sand- und Erdboden zum „Sandbaden“ zur Verfügung. Diese Art der Gefiederpflege ist unerlässlich für ein „gesundes“ Gefieder und die Hühner lieben es sich „einzubuddeln“.
Schutzgitter für Grasnarbe
Schutzgitter für Grasnarbe
Huhn beim Sandbaden
Huhn beim Sandbaden
Hühner-Wintergarten
Hühner-Wintergarten
Mobiler Hühnerzaun
Mobiler Hühnerzaun
Die Bepflanzung

Neben den Gras- und Wiesenpflanzen sollten auch die anderen Pflanzen, die man auswählt, sehr robust und haltbar sein, da die Hühner auch gerne an den Bäumen scharren oder mit ihren Schnäbeln picken, wodurch die Pflanzen sonst schnell kaputt gehen. Als Sträucher habe ich Haselnüsse und Felsenbirnen im Gehege, Liguster und Hainbuche als lebender Zaun. Auch Beerensträucher wie Brombeeren, Himbeeren und Ribisel habe ich im Gehege. Sie sind praktisch und halten sich gut und die Hühner können auch Beeren fressen. Außerdem ziehen Pflanzen Insekten an, die auch ein gefundenes Fressen für die Hühner sind. Die Sträucher bieten zudem einen idealen Schutz gegen Wind und Sonnenstrahlen.

Damit die Hühner allerdings nicht die Wurzelstöcke der Bäume und Sträucher bei ihren Scharr-Orgien freilegen, habe ich um die Sträucher und Bäume große Kieselsteine gelegt, die sie nicht entfernen können. Außerdem mulche ich die Bäume und Sträucher sehr intensiv, dadurch kommen auch Würmer in Bodennähe, was dann passiert, braucht man nicht extra beschreiben!
Einige Pflanzen, wie der Buchsbaum, Ginster, Eibe, Rhododendron oder auch Efeu sind allerdings für Vögel giftig und sollten daher auch in einem Auslauf für Hühner nicht angepflanzt werden. Auch Farne, Johanniskraut, Maiglöckchen gelten als giftig und sollten bei den Hühnern aus dem Gehege entfernt werden.

Es gibt aber einige Heilkräuter, die sich speziell für die Haltung von Hühnern eignen: dazu gehören Basilikum, Beifuß, Borretsch, Brennnesseln, Dill, Estragon und Giersch, Hopfen und Holunder. Auch Kamille, Kapuzinerkresse, Knoblauch, Koriander und Lavendel werden gerne von den Hühnern gepickt. Falls man diese Kräuter nicht im Gehege anbauen kann oder will, kann sie auch dem Hühnerfutter in geringen Mengen beimengen. Für den Winter trockne ich die Kräuter und in großen Mengen Brennnessel, die ich auch im Stall einstreue. 
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