gerhard@schwarzgruber.site
Braunau, OÖ, Austria

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Wie meine Liebe zum Garteln hat meine Mutter mir auch die Begeisterung fürs Kochen mit in die Wiege gelegt, sagt man immer so blumig. Aber es war einfach die Tatsache, dass sie an diesen Arbeiten so große Freude und Genugtuung empfand, dass der Funke sehr bald auf mich überschlug. Mit 5 Jahren war ich überzeugt, einmal Profi-Koch zu werden. Aber es sollte anders kommen. Natürlich durfte ich in Mutter’s Küche mich nicht von klein auf selbstständig verwirklichen. Anfangs wurde ich nur für die niederen Dienste herangezogen, wie Kartoffelschälen, Gemüse schnipseln und Teige schlagen (für alle Jüngeren unter euch Lesern, es gab zu der Zeit noch keinen Thermomix, nicht mal einen Hand-Mixer. Einen Hefeteig schlug man in einer Schüssel, eingeklemmt zwischen den Knien, 20-30 Minuten lang).
Als meine ältere Schwester und ich im knackigen Alter von Pubertierenden mit Freunden unterwegs waren und auch mit anderer Küche als der innviertlerischen Kontakt hatten, brachten wir asiatische, lateinamerikanische und mediterrane Ideen mit nach Hause und kochten mit unserer sehr aufgeschlossenen Mutter viele exotische Gerichte (indisch, brasilianisch, italienisch, französisch, uvm.) Von da an wuchs die „kochische“ Selbstständigkeit.
Während meines Studiums kochte ich mir täglich selber, dem Spruch folgend: „Ein Student geht solange zur Mensa bis er bricht!“ Außerdem machte mir Einkaufen, Gustieren und selber Kochen nicht nur Spaß, es war damals in den frühen70igern auch deutlich billiger. Zudem hatte ich ein Studentenzimmer bei einer sehr netten Dame, die mich auch die Infrastruktur ihrer Küche mitbenutzen ließ.
Und das Ganze gipfelte dann darin, dass ich nach dem Studium eine Anstellung als Lehrer der Naturwissenschaften in der HBLA-Braunau bekam, also in einer Schule, die neben vielen anderen auch einen „hauswirtschaftlichen“ Schwerpunkt hatte. Zu Geburtstags- und anderen Kollegen-Feiern durfte ich dann schon mal ab und an mit Kolleginnen in der Betriebsküche aufkochen, mit Werkzeugen, Töpfen, Rührwerken, Brätern und Kochschränken, deren Größe meine bisherige Vorstellungskraft von Küche gewaltig überstieg.
Aber auch das waren lehrreiche Kocherfahrungen, die ich auch privat anwenden konnte. So war ich ca. 10 Jahre Gruppenleiter der Pfadfindergruppe Braunau und da war es keine Seltenheit in den Sommerlagern für bis zu 80 hungrige Kinder und Jugendliche auf offenen Feuerstellen zu kochen. „Von der Stirne heiß, rinnen muss der Schweiß!“ Es haben alle unbeschadet überstanden und mit einigen Pfadis von damals (die auch jetzt schon gegen 60 gehen) schwelgen wir oft noch in den Erinnerungen an das damalige, sagen wirs mal so „Paleokochen“.


Mittlerweile reicht mir als Kocharena unsere, nach unseren Vorstellungen geplante und von einem genialen Tischler gefertigte „Kleinküche“, die gar nicht so klein ist und viele Gadgets eingebaut hat. Meine liebe Inge und ich, kochen beide sehr gerne (und alle eingeladenen Gäste bestätigten) auch gut. Und wir haben diese Kochliebe und das Genießen von Essen an unsere Kinder weitergegeben und die wiederum an ihre Kinder. So etwas nennt man „Erblast“ 😊
Wer sich nun die ‚Frage stellt, warum enthält die Rezepte-Webseite nur vegetarische Rezepte? Wir beide machen aus den Essgewohnheiten Omnivorer, Vegetarier, Veganer, Frutarier, Pescetarier, Flexitarier keine Religion und jeder darf sich ernähren, wie er möchte. Doch seit meiner Krebserkrankung, des Überangebotes an Gemüse in unserem Garten und der Tatsache, dass uns mit zunehmendem Alter Fleisch immer weniger wichtig ist, in unserer Ernährung, habe ich den Focus auf vegetarische Gerichte gelegt. Weil wir schon immer während der Fastenzeit auf Fleisch verzichtet haben, wuchs die Idee mal vegetarische Gerichte zu sammeln und auszuprobieren. Und davor sitzt du nun und kannst dich vielleicht von den vielen Ideen inspirieren lassen. Viel Spaß beim Stöbern und Ausprobieren!


„Gutes Essen ist wie eine warme Umarmung.“
„Die Küche ist der Ort, wo Erinnerungen geschaffen werden.“
„Kochen ist die älteste aller Künste.“
„Ich koche mit Wein. Manchmal gebe ich ihn sogar ins Essen.“

